Atommüllendlager im Kanton Schaffhausen?

Am 20. Februar 2012 hat die Nagra die möglichen Oberflächen Standorte der sechs möglichen Standortregionen bekannt gegeben. Im Kanton Schaffhausen, also im Gebiet Südranden, wurde ein Standort in Wilchingen und zwei Standorte in Beringen vorgeschlagen.
Dieses Thema geht uns alle an – spätestens wenn die Fässer das schöne Paradies zum strahlen bringen! Zu diesem top aktuellen Thema findet ihr eine Ausstellung in der Bibliothek mit Info-Broschüren der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra), kritischen Texten der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) und Sachliteratur zu den Ereignissen in Fukushima und zur Problematik des Atommülls.
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Into Eternity. Pierrot Le Fou, 2011. Signatur: 624.4
In Finnland wird ein riesiges Tunnelsystem in den Fels gebauen. Es ist der erste Versuch überhaupt eine dauerhafte Speicherung für unseren Atommüll zu gewährleisten. Für mindestens 100.000 Jahre soll dieser von allen Organismen isoliert werden. Eine schwierige Aufgabe, wenn man bedenkt, dass das älteste Bauwerk nur 10.000 Jahre alt geworden ist. Während sich unten gigantische Maschinen tiefer und tiefer ins Dunkle graben, suchen oberhalb Experten Lösungen für den radioaktiven Abfall unserer Generation.
Albtraum Atommüll. Absolut Medien, 2010. Signatur: 624.4
Endlagerstätten, die mit Wasser voll laufen. Illegal und unter freiem Himmel in Sibirien eingelagerter französischer Atommüll. Schwer umkämpfte Castor-Transporte: Atommüll ist und bleibt die Schwachstelle der Atomenergie, ihre Achillesferse, ihr verdrängter Alptraum. Die Wissenschaft findet keine annehmbaren Lösungen, die Industrie versucht zu beschwichtigen, die Bevölkerung hat offenbar berechtigte Ängste und die Politik meidet das Thema. Gibt es eine Antwort?
Hano, Johannes: Das japanische Desaster : Fukushima und die Folgen. Freiburg : Herder, 2011. Signatur: HANO
Johannes Hano befand sich zufällig in Japan, als Erdbeben und Tsunami das Land trafen, und hat über Wochen praktisch rund um die Uhr für das ZDF berichtet. Sein Buch ist einmal eine Chronologie der Ereignisse. Es beleuchtet aber auch die Hintergründe der Katastrophe und spricht über die zu erwartenden Folgen und die zukünftige Entwicklung. Denn entgegen der gegenwärtigen Nachrichtenlage ist bspw. die Situation in Fukushima noch immer hochgefährlich und wird es noch Monate, wenn nicht Jahre bleiben. Johannes Hano erlebte viele bewegende Begegnungen und erschütternde Ereignisse, die sein Buch zu einem authentischen und packenden Bericht über eines der prägendsten Ereignisse des 21. Jahrhunderts machen.
Adamek, Sascha: Die Atomlüge : getäuscht, vertuscht, verschwiegen: Wie Politiker und Konzerne die Gefahren der Atomkraft herunterspielen. München : Heyne, 2011. Signatur: 624.4
Ist seit Fukushima wirklich alles anders? Während die Bundesregierung vom Atomausstieg spricht, entwickeln die Atomkonzerne längst wieder Strategien für die nächsten Jahrzehnte einer strahlenden Zukunft. Sascha Adamek deckt auf, welche wirtschaftlichen und politischen Interessen hinter der Nuklearbranche stehen und legt den Einfluss der Atomlobby auf die deutsche Politik offen. Wer profitiert von der Atomkraft und wer zahlt am Ende den Ausstieg? Und welchen Preis sind wir bereit, für sauberen und sicheren Strom zu zahlen?
Cooke, Stephanie: Atom : die Geschichte des nuklearen Zeitalters. Köln : Kiepenheuer & Witsch, 2010. Signatur: 624.4
Stephanie Cooke lüftet das schmutzige Geheimnis der Atomindustrie: den unlösbaren Zusammenhang zwischen der »friedlichen« und der militärischen Nutzung der Kernenergie. Ihre umfassende und spannend erzählte Geschichte des Nuklearzeitalters – von der Hiroshima-Bombe bis Tschernobyl, von dem Versprechen einer billigen, sauberen Energie bis zu hin zum Klimaargument der »Brückentechnologie« – zeigt, das wir uns umgehend von der Atomtechnologie verabschieden müssen, wenn wir weitere Katastrophen wie zuletzt im japanischen Fukushima verhindern wollen.
Coulmas, Florian: Fukushima – vom Erdbeben zur atomaren Katastrophe. München : Beck, 2011. Signatur: 624.4
Am 11. März 2011 wurde Japan von einem der schwersten Erdbeben der letzten Jahre getroffen. Der anschließende Tsunami verwüstete und verheerte weite Teile der japanischen Ostküste und führte zum schlimmsten Atomunfall seit Tschernobyl. “Fukushima” steht seitdem als Chiffre für die Fragilität selbst der sichersten Technologie und eine neue Welle der Angst vor der atomaren Katastrophe. Florian Coulmas und Judith Stalpers schildern in diesem Buch den verheerenden Verlauf des großen Bebens, analysieren, wie es zur Havarie der Reaktoren kommen konnte und beschreiben, wie die japanische Gesellschaft mit der Katastrophe umgegangen ist.
Jaeggi, Peter: Tschernobyl für immer – Von den Atombombenversuchen im Pazifik bis zum Super-Gau in Fukushima – Ein nukleares Lesebuch. Basel : Lenos, 2011.
Bereits vor dem atomaren GAU in Fukushima hatte der Titel dieses Buches festgestanden, dessen Dimension durch die apokalyptischen Geschehnisse in Japan auf tragische Weise erweitert wurde. Am Beispiel von Tschernobyl zeigen Peter Jaeggi und seine Koautoren auf, wie sehr und wie lange die Folgen einer nuklearen Katastrophe auf betroffenen Menschen, auf der getroffenen Natur lasten. Hautnah erfahrbar wird dies in Belarus (Weißrussland), wo noch immer Hunderttausende Menschen unter der Radioaktivität leiden.